40 Jahre Lennestadt
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
in diesem Jahr begehen wir viele Jubiläen. Neben 60 Jahren Grundgesetz, 40 Jahren Mondlandung, 20 Jahren Mauerfall feiern wir im Jahr 2009 40 Jahre Lennestadt. Eine Stadt, die 1969 aus dem Zusammenschluß vieler kleinerer und größerer Dörfer entstand und heute eine Vielfalt in der Einheit bietet. Die Identität der Orte gilt es zu erhalten und mit ihnen unsere Lennestadt zukunftsfähig zu gestalten. Wir GRÜNE begleiten die Entwicklung der Lennestadt seit 25 Jahren und haben uns in diesem Zeitraum mit unserer Politik im Rat der Stadt immer an Machbarkeit und Nachhaltigkeit orientiert. Die hierbei diskutierten Problemfelder vergangener Jahre sind heute aktueller denn je. Die Auswirkungen des Klimawandels und der Wirtschafts-und Finanzkrise haben die Politik in der Lennestadt in den letzten Jahren maßgeblich beeinflußt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Auswirkungen von Sturm Kyrill hautnah miterlebt. Die Krise bietet aber auch die Chance, unsere Lebens- und Wirtschaftsgewohnheiten zu überdenken und durch zukunftsfähige Konzepte nachhaltiger zu gestalten. Daher bedarf es auch in den kommenden Jahren einer kommunalen Politik, die transparent, sozial gerecht, ökologisch, nachhaltig und generationen-gerecht geprägt ist, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Wir GRÜNE wollen diesen nachhaltigen Prozeß mit einer starken Fraktion mitgestalten.
Wir GRÜNE stehen hierbei insbesondere für
- die Verbindung von Ökonomie und Ökologie (verträgliches Miteinander von Wirtschaft und Umwelt)
- Förderung Erneuerbarer Energien verbunden mit Konzepten zur Unterstützung des Mittelstandes
- eine regionale Energieversorgung
- die ökologische Weiterentwicklung der Stadt verbunden mit der Entwicklung von kommunalen Klimaschutzzielen
- eine generationengerechte Politik,
- die gerechte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen,
- Ausbau und Weiterentwicklung weicher Standortfaktoren (Schulen, Kultur, Kunst, Sport, Tourismus)
- eine nachhaltige und transparente Finanzpolitik,
- eine transparente und bürgernahe Politik
- eine qualifizierte Ganztagsbetreuung für Kinder und Jugendliche, eine Jugendarbeit die alle Jugendlichen erreicht
- das gleichberechtigte Nebeneinander von Autoverkehr, Radfahrern und Fußgängern
KLIMA sucht SCHUTZ in LENNESTADT
Klima sucht Schutz in Lennestadt
Die Wirtschaftskrise verhindert derzeit den Blick auf ein ganz zentrales und wichtiges Thema der letzten Monate. Der Klimawandel und seine Folgen sind nach wie vor akut und bedürfen keiner Pause. Sowohl global als auch lokal müssen wir weiter an Maßnahmen arbeiten, die den Klimawandel nicht ausufern lassen.
Ziel ist die Aufstellung eines Klimaschutz-Handlungsprogramms. Klimapolitik braucht Visionen und möglichst breite Beteiligung aller kommunalen Akteure. Die Stadt muss hierbei ihre Vorbildfunktionen wahrnehmen. Kommunen können ihre volle Kraft für den Klimaschutz aber erst entfalten, wenn sie ihre BürgerInnen als Partner für gemeinsame Ziele und Massnahmen gewinnen. Eine Allianz aus Vereinen, Schulen, Kirchen, heimischen Unternehmen, kommunalen Entscheidungsträgern müssen durch konsequentes, nachvollziehbares und durchdachtes Handeln ihre BürgerInnen begeistern, überzeugen und so ihr Engagement für die Vision einer klimaneutralen Stadt zu fördern. Ein Klimakonzept muss mit entsprechendem Personal unterfüttert werden und Querschnittsaufgabe innerhalb der Verwaltung sein.
Wir GRUENE setzen uns für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes ein.
Vogelwarte
Vogelwarte III – (keine) Bebauung um jeden Preis?
1985 und 1997 wurden Teilbereiche der alten Obstwiesenanlage an der Vogelwarte zum Bebauungsgebiet umgewidmet. Für diese Bebauung wurde der Restbestand der Obstwiese – Vogelwarte III vertraglich geregelt als Ausgleichsgebiet festgesetzt. Obwohl vertraglich verboten fanden in den letzen Jahren immer wieder Eingriffe innerhalb der Ausgleichsfläche statt, ohne dass die hiesige Aufsichtsbehörde eingegriffen hätte.
Im November 2005 wurde im Ausschuss Stadtent-wicklung und Bauen mehrheitlich beschlossen ein Bebauungsplanverfahren für die als Ausgleichs-maßnahme vorgesehene Obstwiese einzuleiten.
Wir GRUENE sehen keinen Bedarf an einer Baugebietsausweisung und haben deshalb 2008 ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass die ökologische Bedeutung des Areals aufzeigen und die Ausweisung verhindern soll. Obstwiesen zählen mit ihren 5000 – 6000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa und bieten ca. 27 Brutvogelarten einen Brutplatz.
Selbst die Tatsache, dass der Standort von den Imkern als ehrenamtliche Bildungs einrichtung für Kindergärten, Schulklassen und Familien genutzt wird, ist für Verwaltung, CDU und SPD im Rat kein Hinderungsgrund. Andererseits behauptet Bürgermeister Heimes bei der Verleihung von Umweltpreisen und anderen Gelegenheiten, dass er ob dieser ökologisch wertvollen Fläche Bauchschmerzen hinsichtlich der beabsichtigten Bebauung habe.
Wir GRUENE fordern daher:
-
Keine Ausweisung um jeden Preis
-
Erhalt der alten Obstwiese mit der Bildungseinrichtung
-
Prüfung der Errichtung einer biologischen Station
Also: Finger weg von der Vogelwarte
Ehrenamtskarte
Ehrenamtscard für Lennestadt ist da
Unser Antrag auf Einführung der Ehrenamtscard, mit der engagierte EHRENAMTLICHE in der Lennestadt für ihren Einsatz belohnt werden sollen, wurde von Verwaltung und Mehrheitsfraktion lange hin und her geschoben. Mal musste noch geklärt, mal musste noch gesprochen werden. Doch nun ist sie da: Die Ehrenamtscard!
Mit ihr haben die EHRENAMTLICHEN der Lennestadt jetzt vielfache Vergünstigungen in Lennestadt und landesweit.
GRÜNES Engagement fürs Ehrenamt
Mobilfunk in der Lennestadt
Vorbeugen statt strahlen
Mobilfunk ist und bleibt eine Technologie, die unser tägliches Leben stark beeinflußt und der man sich nur schwer entziehen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass Bürgerinnen und Bürger dieser Technologie schutzlos ausgesetzt sein müssen. Neben dem eigenen Telefonverhalten, welches selbstverant-wortlich gestaltet werden kann, bringt die Installation immer neuer Mobilfunkmasten neue Belastungen mit sich. Wir GRÜNE fordern seit Jahren einen vorbeugenden Gesundheitsschutz innerhalb der Lennestadt. Sowohl Bürgermeister Heimes als auch der Beigeordnete und BM Kandidat Hundt versagen hier auf ganzer Linie. Immer dann wenn BürgerInnen sich gegen die neuerlichen Strahlenbelastungen wehren, läuft die Stadtspitze zu Hochform auf. Ein Versprechen, eine Bürgerversammlung jagt die nächste. Die BürgerInnen werden in Sicherheit gewiegt, um anschließend durch die Stadtspitze zu erfahren, dass man dem Mobilfunkbetreiber ausgeliefert ist und nichts machen kann.
Wir GRÜNE fordern:
O Bürger in ihrer Sorge ernst nehmen
O klare Kante gegenüber den Mobilfunkbetreibern
O vorbeugende Mobilfunkpolitik gestalten






