Grüne beantragen Stärkung der Eine Welt Politik

Kommunale Entwicklungsarbeit fördern
Der Antrag:

Der A2 nimmt die Ausschreibung des Projekts Koordination kommunaler Entwicklungspolitik zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, bis zur Ratssitzung am 14.9. einen beschlußfähigen Projektantrag vorzulegen, so dass dieser fristgerecht bis zum 01. Oktober 2016 bei eingereicht werden kann. Der Antrag soll in Kooperation mit dem AK Eine Welt der Lokalen Agenda erarbeitet bzw. beschlossen werden.

 

Begründung:

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt hat informiert, dass ein neues Finanzierungsinstrument „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ zur Verfügung steht. Hierbei kann Projektpersonal in Kommunalverwaltungen  für die Betreuung und Förderung von entwicklungspolitischen Engagement mit bis zu 90% der Gesamtausgaben bezuschusst werden. Weitere zuschussfähige Ausgaben sind Fortbildungs- und Reisekosten der Koordinatoren sowie bis zu 20.000,-€ für begleitende Maßnahmen bei 24-monatiger Förderung.
Der Projektstart ist 2016 und 2017 möglich.
Antragsschluss für den Projektstart 2017 ist der 01.10.2016


In der Stadt Lennestadt hat sich im Rahmen des Prozesses Agenda 21 ein AK Eine Welt gebildet, der ehrenamtlich versucht, kommunale Eine Welt Arbeit zu leisten. Koordiniert wird diese Arbeit durch den USB. Allerdings sind u.E. in den letzten Jahren wenig Fortschritte in der kommunalen entwicklungspolitischen Arbeit zu erkennen. Die ehrenamtlich Tätigen sind z.T. mit zu vielen Projekten und Tätigkeiten betraut, so dass die kontinuierliche Arbeit im AK Eine Welt leidet; ebenso die Mitarbeiter/innen der Stadt, die die Koordination der Lokalen Agendaprozesse neben ihren vielfältigen anderen Tätigkeiten zu leisten haben.
Darüber hinaus ist auch das Angebot an Eine Welt Angeboten in Lennestadt rückläufig: Förderband hat vor Jahren seinen Weltladen aufgegeben und die Nachfolgeprojekte (Cariart & Weltladen sowie jetzt im Bioladen Altenhundem) entwickeln bei weitem nicht die Strahlkraft. Auch fair gehandelte Blumen bzw. eine konsequente Berücksichtigung fairer Kriterien bei der öffentlichen Beschaffung sucht man vergeblich bzw. findet zu wenig Berücksichtigung. Auch der Haushaltsansatz der Stadt für Agenda 21 und somit entwicklungspolitische Arbeit ist in den vergangenen Jahren weiter gesenkt worden.
Seit weit über einem Jahr ist das Thema Flüchtlinge und Asyl in aller Munde und immer wieder wird betont, dass man Fluchtursachen bekämpfen müsse, nicht die flüchtenden Menschen. Mit diesem Projekt böte sich evtl. die Chance auf kommunaler Ebene z.B. eine neue Form der Bildungsarbeit zu initiieren, die den Lennestädter Bürgern die globalen Zusammenhänge und die Gründe von Flucht in einer interdependenten Welt verdeutlicht.
Last not least böte sich mit dieser Förderung die Chance die interkommunale Kooperation mit der Gemeinde Kirchhundem auszubauen. Im Rahmen der Lokalen Agenda basiert das ehrenamtliche Engagement bereits seit vielen Jahren auf Menschen aus beiden Kommunen. Es wäre sicher wünschenswert, wenn die Verwaltungskooperationen in dem Kontext der Lokalen Agenda(kommunalen Entwicklungsarbeit auch ausgebaut würden.

Kurz:
 
·        Die Verwaltung wird beauftragt  in Kooperation mit dem Arbeitskreis „ Eine Welt“ der Lokalen Agenda einen Projektantrag für den Projektstart 2017 zu erarbeiten.
·        Konkrete Ziele, die in dem Projekt bearbeitet werden könnten sind ebenfalls mit dem Arbeitskreis “Eine Welt“ der Lokalen Agenda zu erarbeiten
·        Um die entstehende Restfinanzierung von 10 % der Gesamtkosten abzudecken wird die Verwaltung beauftragt Gespräche mit der Nachbarkommune Kirchhundem über eine interkommunale Zusammenarbeit zu führen.

Die Förderkonditionen und die Dokumente zur Antragsstellung sind auf der Homepage  abzurufen.

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URL:https://www.gruene-lennestadt.de/aktuelles/expand/625110/nc/1/dn/1/